Partizipation Leben in Kindergarten und Grundschule
IFK Vehlefanz e.V. - Institut für angewandte Familien-, Jugend- und Bildungssoziologie an der Universität Potsdam
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"Der Geist der Demokratie kann nicht von außen aufgepfropft werden, er muss von innen heraus kommen" (Mahatma Ghandi)
Soziale Partizipation gehört zu den Entwicklungsaufgaben von Kindern im Vor- und Grundschulalter. In Übergangssituationen sind die Risiken am Gruppeneinstieg zu scheitern, aber auch die Chancen für die Vermittlung von erfolgreichen Strategien der Interessenaushandlung in Gruppen besonders groß. Die Förderung sozialer Partizipation von Kindern beim alltäglichen Handeln in Bildungseinrichtungen wurde im Modellprojekt durch bedarfs- und interessenbezogene Fortbildungsangebote sowie die Erprobung von kindgerechten Umsetzungsformen unterstützt. Die Fortbildungsinhalte wurden in Form von 10 kompakten Praxisbausteinen inkl. Literaturhinweisen aufbereitet.
Eine frühzeitige Förderung von Partizipationskompetenz setzt voraus, dass sich die Kitas und Grundschulen füreinander öffnen sowie Erziehungs- und Bildungsvorstellungen austauschen. Angeregt durch gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen beider Bildungseinrichtungen und basierend auf Analysen ihrer spezifischen Partizipationsmöglichkeiten wurden vom IFK einrichtungsübergreifende Strategien zur Partizipationsförderung entwickelt. Um die Umsetzung dieser Strategien zu erleichtern und nachhaltig zu begleiten, wurde eine Umsetzungshilfe erarbeitet, die Ihnen hier zum Download zur Verfügung steht. Die sieben Module der Umsetzungshilfe richten sich auf bildungs- und erziehungsrelevante Themenfelder mit Bezug auf die Anforderungen des Übergangs von der Kita zur Grundschule und bieten eine Fülle von Ideen für die konkrete pädagogische Arbeit wie auch für die Kooperation der Bildungseinrichtungen.
Die Ideensammlung greift psychologische Konzepte wie "Selbstwirksamkeitserleben" oder "Empathie" auf und widmet sich der Herausbildung von Schlüsselkompetenzen. Zwei erziehungsbezogenen Themen bieten Anregungen für die Etablierung partnerschaftlicher, wertschätzender Kommunikations- und Interaktionsstile. Auch die Rolle der Eltern wird angesprochen.
Jedes Modul enthält konkrete Anregungen für die Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen mit den Familien der Kinder. Im abschließenden Modul werden die Chancen und Risiken beim Schulübergang diskutiert; darüber hinaus wird dargestellt, dass ein erfolgreicher Schulübergang das Zusammenwirken des Kindes und seiner Familie mit der Kita und der Grundschule voraussetzt.